Paul verstehts nicht

Was hat das Schwein mit der Krankenschwester gemacht? Von unserem Arbeitsplatz schauen wir genau auf grell beleuchtete Plakate der Kindernothilfe.
Sparschwein Krankenschwester Brunnen am Ohr Schulbuecher eingecremt
Paul hat schon beschlossen, einen Roman daraus zu machen. Vielleicht hängt der heute Abend hier schon als Kommentar im Blog?

6 Gedanken zu “Paul verstehts nicht

  1. Also ich gucke da gestern abend, als ich bei Kevin und Thomas im Büro rumstapfe, aus dem Fenster und lese auf so einem blauen Plakat auf dem Bahnsteig gegenüber im vorbeischauen so was wie: „Ihr Hund ist eine Krankenschwester und isst Bücher!“ oder so ähnlich. Naja, denke ich was solls. Du drehst halt wieder durch, ist ja auch schon kurz vor fünf. Mein Blick schweift wieder ab und ich denke nicht weiter drüber nach, weil ich Thomas aufziehe, dass er insgeheim in einer VM-Ware Windows benutzt. „Mach das doch ganz öffenltich, so wie ich und nicht so versteckt.“, sagte ich. Darauf hin schlägt mich Thomas wie üblich mit seinem Schlagstock unter den Worten „Wo bleibt mein Tee?!“ und ich trottele in die Küche und bereite ihm seinen Tee. Mich schmerzt meine linke Flanke immer noch sehr von den gestrigen Schlägen. Als ich mit dem Tee in der Hand – zwei Stunden gezogen und acht Stück Würfelzucke – zurück in das Buro schlabbere, sehe ich wie Kevin das Werbeplakat auf der anderen Seite auch gerade inspiziert und fragt, was das denn solle? Ich entgegne daraufhin, das ich dass aufgrund meines mangelnden Intellektes nicht beantworten könne und hier nur arbeiten würde. PATSCH!!! Ein beißender Schmerz durchzieht mein linkes Bein. Thomas ist beim Jonglieren sein Hostel-Schraubenzieher aus der Hand geglitten und mir gegen mein Knie geklattscht. „Aua!“, schreie ich auf und sehe in Thomas freundlich lächelndes Gesicht. „Tut mir Leid, affglitscht!“ Mit diesen Worten versucht er den „Unfall“ zu entschuldigen. Da ich aber von Natur aus ein Mensch bin, belasse ich die ganze Sache dabei und stelle ihm seinen Tee auf den Tisch. Inzwischen hatte Kevin herausgefunden, dass es sich bei dem eigenartigen Werbeplakat um eine Werbekampagne für die Kindernothilfe handelt. Mir gefällt die Idee, dass ich wohl doch (noch) nicht verrückt bin, und auf dem Plakat wirklich so was wie „Ihr Hund hat meinen Zweitwagen gegessen“ steht. Uns allen gefiel die Werbekampage auf Anhieb gut. Kevins Freude darüber ging sogar soweit, dass er einen Blogartikel darüber schreiben wollte. „Bin wirklich mal gespannt, ob er das macht?“, dachte ich und hörte ich Thomas in die Runde Sagen „Hat jemand von Euch Feuerzeugbenzin… ach nein… ok… ich brauche nur noch Feuer. Hat jemand Feuer?“. Ich warf ihm mein Feuerzeug, dass ich immer für den Fall der Fälle in Punkto Rauchrückfall am Mann hatte, unter den Worten „Was willst Du denn damit anstellen?“, rüber. „Nichts!“, erwiderte er, was ich ihm auch glaubte, da ich ja von naturaus ein Mensch bin. „Ja… die Plakate. Tolle Kampagne!“, dachte ich und sagte zu Kevin, dass ich vielleicht eine Geschichte darüber schreiben würde, wenn er einen Artikel dazu veröffentlichte. Ein ohrenbetäubender Lärm unterbrach abrupt unser Gespräch und Kevin und ich schauten verschreckt zu Tohmas herüber, von dem der Lärm auszugehen schien. Es bot sich dennoch nur das übliche Schauspiel. Amazon hatte wohl pünktlicher als erwartet geliefert! Thomas hatte die Verbrennungsmotoren der Moteorsägen an ihren Startseilen angerissen und jonglierte mit seinen brennenden Miniaturmotorsägen so gut wie eh und je. „Toll, guckt mal! Die brennen!“ sagte er zu uns mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Die alten Sägen waren ihm in der Handhabung zu einfach geworden, desswegen hatte er sich letzten Montag brennbare Jonglier-Motorsägen bei Amazon bestellt. „Klasse, machst Du das!“, entgegneten wir, ließen uns aber von diesem fast altäglichen Schauspiel nicht weiter beeindrucken. „Vielleicht schreibe ich doch eine Geschichte über diese Plakate.“, knüpfte ich an die, jäh durch Thomas unterbrochene, Konversation an. „Eine Geschichte fällt mir nur zu Hochzeiten ein, aber man könnte einen Wetbewerb eröffnen: Wem fallen noch andere Slogans ein zu dem Thema ein. Z.B.: ‚Mein Hund ist eine Krankenschwester.‘ oder ‚Wenn sie Hundebesitzer sind, sind sie ein Kinderschänder!‘, oder so was. Hauptsache man hat ein schlechtes Gewissen nach dem Lesen.“ In diesem Moment explodierte eine von Thomas’s’s’s Motorsägen in der Luft und Thomas warf die verbleibenden in gewohnt professioneller Gewohnheit von sich, um sich nicht zu verletzen oder zu verbrennen. Die Teile der detonierten Säge verteilten sich langsam auf seinem Arbeitsplatz. Eine Säge blieb vor Schreck in der Decke stecken, bevor der Moter abwürgte und die dritte sausste knatternt an meinem linken Ohr vorbei und blieb wie so häufig ratternd auf dem Flur liegen, bis ihr der Saft ausging. „Tschüss! Bis Montag!“, verabschiedete ich mich. „Tschö mit Y!“, sagte Kevin. „Tschau mit Ö!“ sagte Thomas. Ich verließ den Raum und ging nach Hause.

  2. Nur wegen Paulettas’s krankem „sense of humor“ (falls man das laut Dudem so bezeichnen dürfte) bin ich mich eben vor lachen vom Stuhl gefallen. 2 (in Worten: zwei) Mal.

  3. Danke, Herr Paul, für Ihre Geschichte. Wir freuen uns immer über Geschichten und über Kinder. Am meisten aber über Geld. Geben Sie uns etwas? Es muss auch nicht viel sein.
    Wie wir bereits über google erfahren konnten, besitzen Sie ja ohnehin keine Hunde, Ohrringe oder Gesichtscremen und sind darüber hinaus von Natur aus ein Freund aller Krankenwschwestern und Brunnen.
    liebe Grüße (auch an Ihre Schwester)
    Die kindernothilfe

  4. Wird sicher nicht gemacht (aus Anstandsgründen):

    Tschuldigung, sie haben sich gerade eine Tagesration Nahrung über Ihr Pipi gerollt!

    Gummi geben
    Oder Zukunft schenken

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