Und der Markt ist Gott geworden

Hier ein Artikel (von Die Gazette via Spiegel-Online), dessen erste Hälfte mir aus der Seele spricht und dessen zweite sehr zum Nachdenken anregt. Definitiv ein „Must-Read“ für jeden, dem es ähnlich geht wie mir.

Ein Gedanke zu „Und der Markt ist Gott geworden

  1. Hallo,

    ich finde den Vergleich zwar nicht falsch, aber er geht etwas an der Realität vorbei. Der Markt ist schließlich kein Ungeheuer mit Fangarmen, sondern ist vom Menschen geschaffen (wie Gott auch, aber naja). Wenn der Eindruck entsteht, dass der Markt sich irgendwie verselbstständigt, dann kann man davon ausgehen, dass das jemand so will. Wenn man den Markt nämlich wie einen Gott behandelt, dann kann man keinen Menschen dafür verantwortlich machen was er tut. Und dass ist dann wohl das Interesse der Verantwortlichen, also all der Konzernbosse, Lobbyisten, Vorstandsmitglieder, Großaktionäre etc., denen man dann nichts mehr vorwerfen kann, weil sie ja auch nur gehorchen.

    Man könnte sich in dem Zusammenhang die Frage stellen, ob nicht Medienmonopolisten wie Springer oder wer auch immer mit ihrer rechtspopulistischeng Meinungsmache nicht dazu beitragen o.g. Vorstellung in der Öffentlichkeit zu manifestieren. Wie in dem Text von Weber steht:
    „Der Markt gibt vor …“, „der Markt hat entschieden …“, „der Markt regiert …“
    Woher kommen wohl solche Phrasen?!

    Komischerweise geht der Text sogar in die Richtung von dem was ich hier versuche deutlich zu machen, aber erkommt irgendwie nicht zum Punkt. Und alles in allem ist er auch ziemlich worthülsenlastig…

    Kann auch sein das ich den Text falsch verstehe, ist immerhin schon spät, in dem Fall nehm ich alles zurück ^^.

    Peace and Out

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